Häufige Fragen

Häufige Fragen

  1. In welchem Alter sollte mein Kind beim Kieferorthopäden vorgestellt werden?[+]
    Eine Vorstellung beim Kieferorthopäden ist grundsätzlich in jedem Alter ratsam, wenn Eltern, Zahnarzt oder Kinderarzt Auffälligkeiten der Zahn- oder Kieferstellung bemerken. Einige Fehlstellungen sollten schon sehr früh im Alter von drei bis sechs Jahren behandelt werden. In der Regel findet die kieferorthopädische Behandlung zwischen 10 und 13 Jahren statt. Es wird daher eine Vorstellung beim Kieferorthopäden spätestens mit zehn Jahren empfohlen, wenn Eltern, Zahnarzt oder Kinderarzt Unregelmäßigkeiten im Zahnwechsel bzw. in der Zahnstellung festgestellt haben.
  2. Ist eine Vorsorge möglich?[+]
    Ja. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung wirkt sich auch günstig auf die Gebißentwicklung aus. Zuviel Süßes in Verbindung mit mangelnder Zahnpflege führt zur Zerstörung der Zähne durch Karies! Ein zu früher Verlust der Milchzähne hat fast immer kieferorthopädische Probleme zur Folge. Darüber hinaus sollte frühzeitig Angewohnheiten (Habits) entgegengewirkt werden, welche die Entwicklung des Gebisses schädigenden könnten. Dazu zählen:

    • Beißen auf die Unterlippe und Zunge
    • Zungenpressen
    • Lippensaugen
    • Fingernägelkauen
    • anomales Schlucken
    • fehlerhafte Sprachlautbildung

    Häufig handelt es sich hier um Angewohnheiten, die nur durch intensives Training abgewöhnt oder umgelernt werden können. Dies wird in der Regel in Zusammenarbeit mit einem Logopäden, einem Fachmann für Sprachheilkunde und Spracherziehung erfolgen. Sollten Sie bei Ihrem Kind eine der oben genannten Gewohnheiten bemerkt haben, zögern Sie nicht, Ihren Zahnarzt oder Kieferorthopäden um Rat zu fragen.
  3. Mein Kind lutscht immer noch am Daumen. Was kann man tun?[+]
    Daumenlutschen bei Kindern älter als 3 Jahre führt häufig zu Zahn- und Kieferfehlstellungen. Deshalb sollte sich das Kind das Lutschen abgewöhnen. Es gibt viele Tricks, wie man dies erreicht. Am besten ist es, wenn das Kind selbst damit aufhören will. Im Zweifelsfall ist es sinnvoll, einen Kieferorthopäden zu Rate zu ziehen.
  4. Mein Kind lispelt und wird deswegen oft gehänselt. Hat die Zahnstellung etwas damit zu tun?[+]
    Oftmals ja. Lassen Sie Ihr Kind einmal zubeißen und schauen Sie von vorn auf die Zähne. Wenn Sie das Innere der Mundhöhle zwischen den Schneidezähnen sehen können, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Zahnstellung mit verantwortlich für diesen Sprechfehler ist.
  5. Lohnt es sich, auch Milchzähne mit Füllungen zu versorgen?[+]
    Unbedingt. Die Milchzähne haben unter anderem die Aufgabe, den Platz für die bleibenden Zähne aufrechtzuerhalten.
  6. Bis zu welchem Alter kann man kieferorthopädisch behandelt werden?[+]
    Die Zahnstellung kann während des gesamten Lebens verändert werden. Daher ist eine Behandlung auch bei Erwachsenen ohne weiteres möglich. Lediglich die Steuerung des Kieferwachstums bleibt Patienten vorbehalten, die sich noch in der Wachstumsphase befinden.
  7. Ich bin 49. Innerhalb weniger Monaten sind alle meine Zähne noch vorn gekippt, und ich habe plötzlich hässliche Lücken. Was kann man da machen?[+]
    Bei einer Erkrankung des Zahnhalteapparates treten oft ausgedehnte Zahnwanderungen auf. Um das Ausfallen der Zähne zu vermeiden, muss unbedingt eine Zahnfleischbehandlung durchgeführt werden. Danach können die Zähne miteiner kieferorthopädischen Apparatur wieder zurückbewegt werden.
  8. Ich spiele Trompete. Kann ich trotzdem kieferorthopädisch behandelt werden?[+]
    Ja. Nur bei wenigen Instrumenten (Trompete, Posaune, Querflöte) kommt es gelegentlich zu Beeinträchtigungen, die jedoch nach kurzer Eingewöhnungszeit oft verschwinden. Selbst Berufsmusiker können behandelt werden.
  9. Ich habe gehört, dass es auch unsichtbare Klammern gibt. Stimmt das?[+]
    Eine festsitzende Klammer stört viele Menschen, weil man sie sehen kann. Es gibt ein neuartiges System zur Behandlung ohne Brackets, genannt Invisalign®. Dabei ermöglicht eine Reihe fast unsichtbarer Tiefziehfolien, die Zähne sanft in die gewünschte Position zu bewegen. Informieren Sie sich bei Ihrem Kieferorthopäden, ob ein solches Behandlungsgerät bei Ihnen verwendet werden kann.
  10. Wie lange dauert die Behandlung?[+]
    Dies ist abhängig vom Umfang der kieferorthopädischen Behandlung. Bei kleineren Fehlstellungen reichen manchmal schon einige Monate, bei größeren Fehlstellungen ist meistens ein Zeitraum von zwei bis drei Jahren oder sogar länger notwendig.
  11. Bei mir sollen bleibende Zähne gezogen werden. Ist das richtig?[+]
    Manchmal ist der Kiefer nicht groß genug, damit alle Zähne Platz finden. Daher kann es notwendig sein, bleibende Zähne zu ziehen, damit die anderen Zähne eingeordnet werden können.
  12. Herausnehmbare oder festsitzende Spange – was ist besser?[+]
    Das kann man nicht pauschal beantworten. Einfachere Zahnfehlstellungen kann man mit herausnehmbaren Spangen korrigieren. Bei komplizierteren Abweichungen führt oft nur die festsitzende Klammer zum Erfolg. Häufig werden auch beide Spangenarten im Verlauf der Behandlung verwendet.
  13. Hat man Schmerzen bei der Behandlung?[+]
    Meistens "drücken" herausnehmbare und festsitzende Zahnspangen, nachdem der Kieferorthopäde sie angepasst bzw. eingesetzt hat. Dieser Druck ist individuell unterschiedlich, einige Patienten empfinden ihn als schmerzhaft, andere Patienten bemerken ihn gar nicht. In der Regel verschwindet er nach etwa 3 Tagen wieder. Der Druck und die Lockerung der bewegten Zähne sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.
  14. Warum brauche ich eine Außenspange (Headgear)?[+]
    Jede Kraft erzeugt eine Gegenkraft. Wenn ich etwas wegdrücken will, muss ich mich irgendwo abstützen, um den Druck ausüben zu können. Genau dazu ist die Außenspange (Headgear) notwendig. Er ist für bestimmte Behandlungsabschnitte von großer Wichtigkeit. Nur dadurch wird gewährleistet, dass die Zähne so bewegt werden, wie der Kieferorthopäde es geplant hat.
  15. Werden die Zähne durch eine festsitzende Klammer beschädigt?[+]
    Moderne Brackets werden auf die Zähne aufgeklebt. Dazu muss der sehr glatte Zahnschmelz vorbehandelt werde. Da dies nur sehr oberflächlich geschieht, nehmen die Zähne keinen Schaden.
  16. Welche Zahnbürsten sind geeignet?[+]
    Am besten geeignet sind weiche bis mittelharte Zahnbürsten mit einem kurzen Bürstenkopf. Wer über die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste nachdenkt, dem seien vor allem die schallaktiven elektrischen Zahnbürsten empfohlen. Sie reinigen optimal die Bereiche um die Brackets und die Zahnzwischenräume.
  17. Bleiben meine Zähne nach der Behandlung gerade?[+]
    Da Zähne die Tendenz haben, sich nach der Behandlung mit der Zahnspange wieder zu verschieben, wird nach der aktiven Behandlung ein Gerät angefertigt, das dieses verhindern soll, ein sogenanntes Retentionsgerät. Ein Retentionsgerät kann z. B. eine herausnehmbare Zahnspange sein, die nachts getragen werden soll. Oft wird auch hinter die Frontzähne im Unterkiefer ein Draht geklebt, da sich insbesondere die unteren Frontzähne schnell wieder verschieben.
  18. Müssen alle Weisheitszähne entfernt werden?[+]
    Nein. Nur wenn sie verlagert sind oder keinen Platz im Kiefer finden, ist eine Entfernung notwendig.
  19. Machen die festen Spangen die Zähne kaputt?[+]
    Nein. Wer seine Zähne regelmäßig gründlich putzt, wird keine Probleme bekommen. Es liegt in der Hand jedes Einzelnen, ob Schäden entstehen oder nicht. Werden die Beläge um die festen Teile (Brackets) und zwischen den Bögen nicht regelmäßig entfernt, wimmelt es dort nur so von Bakterien, die Zucker in Säure umwandeln. Die Säure greift die Zahnoberfläche an und verursacht weiße Flecken (erstes Anzeichen von Karies). Ist der Zahn immer sauber, kann dies nicht passieren.
  20. Jetzt habe ich aber diese weißen Flecken. Was kann man tun?[+]
    Durch eine wiederholte intensive Behandlung der betroffenen Zahnoberfläche mit einem fluoridhaltigen Gel können die weißen Flecke, wenn die Schädigung nicht zu weit in die Tiefe reicht, eventuell wieder zum Verschwinden gebracht werden.